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Ernst Chladni (1756-1827),

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C38 Chladni top tilePerson 600wird auf Grund seiner wegweisenden Errungenschaften von vielen Historiker auch als "Vater der Akustik" betrachtet. Er hat in seinen Schriften „Entdeckungen über die Theorie des Klanges“ von 1787 eine Methode veröffentlicht, mit der es möglich war, "Töne sichtbar zu machen". Indem er eine dünne Glasplatte mit Sand bestäubte und eine Kantenseite mit einem Violinbogen anregte, versetzte er die Platte in Schwingung worauf sich der Sand zu einem Muster formte.

 

Die Plattenschwingung lässt bestimmte Bereiche mit Bäuchen und Täler (Maxima - Minima) ausschlagen wo hingegen sich andere Stellen nicht bewegen, starr bleiben und als Knotenlinien definiert werden. Der sich auf der Platte befindliche Sand wird von besagten Auslenkungen der Bäuche und Täler zu den Knotenlinien bewegt und formt so die bekannten Muster. Heutzutage erfolgt die Anregung nicht mehr durch einen Violinbogen, sondern mit einer Beschallung über Lautsprecher, die in Ihrer Frequenz frei regelbar ist.

 

Trifft man dann mit dem zugefügten Schalldruck bei der richtigen Frequenz auf eine Resonanz der Platte, so zeigen sich die erläuterten Chladni-Klangfiguren. Diese werden auch als Eigenresonanzen oder Moden bezeichnet. Im eingefügten Video ist der Versuchsaufbau zur Resonanzbestimmung einer quatratischen Platte sehr verständlich dargestellt.

 


            Chladni-Moden einer quatratischen Platte

 

Beim Bau einer Gitarre kann diese Chladni-Technik zur Auffindung der Eigenresonanzen der Decke herangezogen werden. Man bestreut die Decke mit einem fein gemahlenen Pulver oder Tee und beschallt diese mit einem Lautsprecher in einem bestimmten Frequenzbereich, bis sich die gewünschten Resonanzbilder zeigen. Die Moden sind grundlegend an der Schallabstrahlung und somit am Klang der Gitarre beteiligt und der Gitarrenbauer ist daher sehr bedacht, sie so gut wie möglich kontrollieren zu können. In weiteren Texten werde ich noch genauer auf die Funktionsweise der Gitarre eingehen.



Chladni-Bilder von einer meiner Gitarren

(Die Zahlen stehen für die Frequenz in Hz)

 

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© 2013 by Dominik Wurth

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